Alternativer Gottesdienst - AGO

 

Seit Mai 2003 haben verschiedene AGOs - Alternative Gottesdienste - stattgefunden.

Termine im Jahr 2017 sind

an den Sonntagen

2. April 2017

9. Juli 2017 - 10.00 Uhr - 'Sommer-Ago'

8. Oktober 2017

17. Dezember 2017

zur gewohnten Zeit 

um 17.00 Uhr

- mit Ausnahme beim 'Sommer-AGo'
am 9. Juli um 10.00 Uhr -

und

wie immer
im
Johann-Geyling-Haus, Charlottenstraße 22 in Ilsfeld.

Sie sind sehr herzlich eingeladen.

 

Am 4. Mai 2003 fand der erste AGo statt ....
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18. Oktober 2015 - 50. AGo

Rückblick auf 50 Alternative Gottesdienste

Mehr als zwölfeinhalb Jahre ist es her, dass die Idee zum Alternativen Gottesdienst geboren wurde. Noch stand damals der Name AGo nicht fest, nur dass es ein etwas anderer Gottesdienst werden sollte, war klar. Die Entscheidung für den Namen AGo fiel, als Gloria Meyer die Verbindung dieser Abkürzung zum lateinischen Verb „agere“ herstellte, das „in Bewegung setzen“ bedeutet und so nicht nur die Abkürzung für den alternativen Gottesdienst reflektiert, sondern auch die Zielsetzung der AGo-Macher: Anstoß zu geben, Impulse zu setzen für ein Leben mit Christus. Mit der Newtonschen Wiege fand sich dann auch ein Logo für den AGo, das dem Thema voll gerecht wird: Impulse empfangen, weitergeben, selber Impulsgeber werden.

Vier AGos sollte es im Laufe eines Jahres geben, die um 17 Uhr im Johann-Geyling-Haus stattfinden. Nur wenige Ausnahmen gab es von dieser Festlegung. Unveränderlich jedoch blieben die Bausteine aus denen die Alternativen Gottesdienste gebaut wurden und werden: eine kurzweilige Bilderschau, viel Musik von der AGo-Band, tolle Anspiele zum jeweiligen Thema, das Angebot der Kinderbetreuung während der Predigt, Moderatoren als Begleiter durch den Gottesdienst und von wechselnden Personen gesprochene Gebete und eine ansprechende Dekoration des Raumes. Und nicht zu vergessen: der Imbiss am Ende des AGo, bei dem die Gottesdienstbesucher miteinander ins Gespräch kommen können, natürlich über den Gottesdienst aber auch über viele andere Themen.

Joachim Kübler

Rückblick: 25.Alternativer Gottesdienst am 28. Juni 2009

 

Am Sonntag, 28. Juni, feierten wir den 25. AGo (Alternativen Gottesdienst). Auf 6 Jahre "Gottesdienst - etwas anders gestaltet" konnte das Mitarbeiter/innenteam an diesem Sonntag zurückblicken. Es ist schön und wir sind sehr dankbar, dass es den AGo in unserer Kirchengemeinde gibt und dass sich so viele Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder bei der Gestaltung dieser Gottesdienste engagieren.

Das Thema „Alles hat seine Zeit“ hatte das Vorbereitungsteam für den Gottesdienst ausgesucht – und viele Menschen, Jung und Alt, ließen sich wieder einladen.

Nach einem Fotorückblick über 24 AGos folgten im ersten Teil Anspiele, die in das Thema einführten: Eine Szene in der Familie, eine Begegnung auf einer Parkbank, zwei Arbeiter auf der Baustelle – und immer war die Frage: Was ist Zeit, für was nehme ich mir Zeit, habe ich überhaupt Zeit, wie gehe ich mit der mir zur Verfügung stehenden Zeit um?

Zum Predigttext des Gottesdienstes wurden nachdenklich stimmende Fotos gezeigt, so dass die Worte aus Prediger 3,1-15 noch einmal ganz anders gehört wurden.


Anschließend hielt Vikarin Angelika Hofmann eine Predigt über „Zeit“, die Gott uns schenkt, die wir nützen. Auch ihre Worte sprachen die Besucher/innen sehr an.


Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch diesmal den Gottesdienst vorbereitet und gestaltet haben, sehr herzlich und wünschen uns noch viele AGos.

 

 

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Hier ein kurzer Rückblick auf den Alternativen Gottesdienst zum Thema 'Glatteis' am Sonntag, 30. Januar 2005 um 17.00 Uhr im Johann-Geyling-Haus.

 

Passender zum Thema des achten AGO hätte das Wetter kaum sein können. Die Landschaft in einen weißen Mantel gehüllt, Wasserflächen gefroren, Eiszapfen an den Dachrinnen. Dennoch: gute Straßen- und Wegeverhältnisse sorgten dafür, dass viele Gottesdienstbesucher sicheren Fußes das Johann-Geyling-Haus und den dort stattfindenden AGO besuchen konnten. Thema dieses Gottesdienstes war der Jahreszeit entsprechend "Glatteis".

 

Wie gewohnt hatte Thomas Mistele Bilder, dieses Mal sogar bewegte, nämlich Ausschnitte aus verschiedenen Filmen, zusammengetragen, um auf das Thema hinzuführen. Anschließend zeigte eine Spielszene die schönen Seiten flächig gefrorenen Wassers und natürlich auch seine Tücken. Gloria Meyer und Jana Bolg glitten zu Walzerklängen auf imaginären Kufen elegant über eine gedachte Eisfläche.
 

Rund um den AGO Reporter Lehmann wurde freilich auch die übertragene Dimension des Begriffs Glatteis dargestellt. Leicht kann man auch ungewollt auf Glatteis geraten oder auf eben dieses geführt werden. Und dabei braucht es noch nicht einmal kalt zu sein.

 

Das auf Glatteis Stehen und Gehen und das damit zwangsläufig aufkommende Problem des Strauchelns war dann auch das Thema der von Rosemarie Köger-Stäbler gehaltenen Predigt. Anhand des 73. Psalms erörterte sie das Zweifeln und das unsicher Werden im Verhältnis zwischen Mensch und Gott. In diesem Text zweifelt einer angesichts der Welt um sich herum an Gott und stellt auch sein Gottvertrauen dabei in Frage. Trotzdem findet der Zweifler zu dieser freudigen und zuversichtlichen Schlussfolgerung: "Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an."

Natürlich spielte auch in diesem AGO die Musik eine zentrale Rolle. Bernd Sontheimer am Klavier wurde unterstützt von Jana Bolg mit der Querflöte, von Arthur Stäbler und einem Teil des Gitarrenchors sowie von Simon Kübler mit der Trompete. In unterschiedlichen Zusammensetzungen begleiteten die Musiker die Gottesdienstbesucher bei Liedern und Gebeten.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es wie stets einen kleinen Imbiss und dabei auch die Gelegenheit, in kleineren Runden Gespräche zu führen. Dabei ging es oft auch um das zuvor Gehörte Und hie und da wurde auch darüber spekuliert, wie wohl der nächste AGO gestaltet wird, dessen Thema schon feststeht: "Musik liegt in der Luft". Er wird Ende April stattfinden.

 

Text und Fotos: Joachim Kübler, Ilsfeld
 
 
 
Und hier noch ein Bericht über den AGO im November 2003: Dritter alternativer Gottesdienst "Mit meinem Gott kann ich Mauern überspringen" (Johann-Geyling-Haus, 9. November 2003, 17.00 Uhr)

 

Der 9. November ist ein geschichtsträchtiger Tag. Er steht für grundlegende, sowohl positive wie auch negative Ereignisse in Deutschland. Das jüngste mit diesem Tag verbundene Geschehnis war der Fall der Berliner Mauer 1989. Viele Jahre länger liegt der Dammbruch zurück, der die Vernichtung von Millionen Juden einleitete: die Reichspogromnacht des Jahres 1938. Im Jahre 1918 brachte dieser Tag das Ende der Monarchie und den Beginn der Republik. Dietmar Bolg ging in seiner Begrüßung auf die historische Bedeutung dieses Tages ein und schlug den Bogen zum Thema des Gottesdienstes: "Mit meinem Gott kann ich Mauern überspringen."

Zuvor waren die Gottesdienstbesucher von "Winds of Change" von den Scorpions, gespielt von Inka und Bernd Sontheimer, begrüßt worden. Dieses Melodie war Ende der 80-er Jahre gleichsam die Hymne für die grundlegenden Veränderungen in Europa, die zugleich zum Fall der Mauer und zur Wiedervereinigung Deutschlands führte. Parallel dazu lief eine von Thomas Mistele vorbereitete Dia Show, die das "Mauer" Thema bildlich vor Augen führte.

 

Wenn auch die Bedeutung des Datums 9. November eine historische und gesellschaftliche Positionierung notwendig machte, so wollte und sollte der Gottesdienst doch sein Hauptaugenmerk auf das Individuum lenken. Die vorgetragenen Gebete machten dann auch beides deutlich. Sorge und Verantwortungsbewusstsein für die Welt, in der wir leben, andererseits aber auch den Wunsch, die persönlichen Probleme jedes einzelnen zu verstehen und bei der Suche nach Lösungen zu unterstützen.

 

In mehreren Spielszenen wurde den Gottesdienstbesuchern vor Augen geführt, wie vielfältig und bestimmend selbst errichtete Mauern in unserem Innern sind. Sinnbildlich trug jeder der Akteure das Päckchen, das er zu tragen hat, auf die Bühne und baute damit an einer Mauer. Es waren viele dicke Brocken, die in dieses Bollwerk verbaut wurden: Leistungsdruck und Konsumzwang, Vorurteile, Mutlosigkeit, Schuld und Gewissen, Zorn und Enttäuschung.

Mit der Geschichte von Silas und Paulus, die durch Gottes Hilfe aus dem Gefängnis entkommen, also Mauern überwinden, knüpfte Pfarrer Stäbler in seiner Predigt an dieses Thema an und zeigt Lösungswege, neue Aspekte und Alternativen auf. Im Vertrauen auf Gott kann ein jeder seiner inneren Mauern Herr werden. Oder eben wie es das Motto des Gottesdienstes war: "Mit meinem Gott kann ich Mauern überspringen."


Dem in der Predigt Gehörten trugen die anschließenden Spielszenen wiederum Rechnung. Die schweren Brocken, die auf den Herzen der Akteure gelastet hatten, schienen leichter geworden zu sein. Einer nach dem anderen nahm seinen Packen aus der Mauer heraus. Die auf der Bühne aufgebaute Mauer wurde so von Szene zu Szene brüchiger und löste sich schließlich ins Nichts auf.

 

Beim AGO spielen Musik und Gesang eine wichtige Rolle. Auch dieses Mal trug die Musik wesentlich dazu bei, den Gottesdienst als ein besonderes Ereignis zu erleben.

All denen, die durch ihre Mitarbeit einen Beitrag zum Gelingen des dritten AGO geleistet haben, dankte Pfarrer Stäbler im Verlauf des Gottesdienstes. Dass auch aus den Reihen der Gottesdienstbesucher Lob und Dank geäußert wurde, das darf sicherlich als Ansporn und Ermunterung zu weiteren alternativen Gottesdiensten verstanden werden.


Im Anschluss an den offiziellen Teil blieb das Geyling Haus noch eine ganze Weile gut gefüllt. Denn bei einem kleinen Imbiss bot sich den Gottesdienstbesucher die Gelegenheit zu einem Gespräch - sei es über die Inhalte des AGO, sei es über andere, nicht minder interessante Themen. Viele haben die Gelegenheit dazu genutzt.

 

Text und Fotos: Joachim Kübler

 

 

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Meditation zu Simon von Cyrene