Visitation - Gemeindeforum 1. Juli

Im Gemeindebrief unserer Kirchengemeinde (Ausgabe 2010/1) schrieb Dekan Otto Friedrich aus Heilbronn einen Artikel zum Thema "Visitation" und "Gemeindeforum":
 
 
 
 
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Verehrte, liebe Leserinnen und Leser,

wenn es in einer Kirchengemeinde heißt, der Dekan kommt zur Visitation, dann wissen nur ein paar Eingeweihte, was jetzt ansteht. Nach unserer württembergischen „Kirchlichen Ordnung“ hat eine solche Visitation eine doppelte Zielsetzung:
„Visitation ist geschwisterlicher Besuchsdienst und kirchenamtliche Aufsicht. Sie dient der gegenseitigen Information, Beratung und Hilfe von Visitatoren und Visitierten und sie dient der Prüfung, ob das Evangelium auftragsgemäß und gegenwartsbezogen verkündigt, der Dienst der Liebe an Jedermann getan wird.“
Den Auftakt bildet ein Gemeindeforum am 1. Juli, im Grunde eine erweiterte Form der Gemeindeversammlung, bei der sowohl Gelegenheit gegeben ist zur inneren, als auch zum äußeren Wahrnehmung des Lebens in der Gemeinde mit der Fragestellung: Wer sind wir und was haben wir?
Dabei soll dem Kirchengemeinderat als Gemeindeleitung zusammen mit dem Pfarrerehepaar und den Visitatoren, Gelegenheit gegeben werden, zu einer deutlichen Wahrnehmung eines vielfältigen Gemeindeorganismus. Es soll sichtbar und hörbar werden, was man im Kern und an den Rändern der Gemeinde im Blick auf den kirchlichen Auftrag denkt und was man braucht, um sich wieder neu der Frage stellen zu können, wie die Nachfolge Christi in dieser Zeit und an diesem bestimmten Ort Gestalt gewinnen soll.

Insgesamt soll deutlich werden, dass Visitation ein gemeinsamer Weg ist, ein geistlicher Dienst an der Einheit unserer Landeskirche, in dem die einzelnen Kirchenmitglieder, besonders aber alle verantwortlichen Gremien im Hören auf die Botschaft des Evangeliums, durch Beratung, durch Gestaltung und Gebet beizutragen gebeten sind.

Wichtig und vielleicht entscheidend ist aber auch, dass Visitation sich in Form eines Besuches darstellt.
Dazu bringt der Visitator Zeit mit, Zeit für Gespräche, Zeit für Begegnungen und Zeit zum Zuhören.
Nicht zuletzt überprüft er auch die Verwaltungsdinge der Gemeinde.

Und so freue ich mich auf den Besuch und die Begegnungen, die in der zweiten Oktoberhälfte sein werden und bin gespannt auf die Erkenntnisse und die Erfahrungen in ihrer Kirchengemeinde. So hoffe ich, dass es uns mit der Visitation gelingt, die Möglichkeiten für ein öffentliches Zeugnis des Evangeliums zu eröffnen und einen Weg zu ebnen, der um das Alte weiß und deshalb der gegenwärtigen Zeit, Neues zu sagen vermag.

Dekan Otto Friedrich
 


Unser Kirchemgemeinderat

Die Mitglieder des Kirchengemeinderats - auf dem Bild von links nach rechts:
Thomas Mistele (gewählter Vorsitzender des KGR), Pfr.in Rosemarie Köger-Stäbler, Michael Maier, Andrea Kumpf, Karin Weber (Kirchenpflegerin), Beate Conrad, Fritz Schütz, Helene Maile, Klaus Zuchowski, Manfred Braun, Jörg Truckenmüller und Pfr. Arthur Stäbler (Vorsitzender des KGR).
 
Manfred Braun
Betriebswirt Dipl. (FH)
Nordstraße 36/1, Ilsfeld
Jahrgang 1957
 
Beate Conrad
Industriekauffrau
Lönsweg 3, Ilsfeld
Jahrgang 1943
 
Rosemarie Köger-Stäbler
Pfarrerin
Charlottenstraße 11, Ilsfeld
Jahrgang 1957
 
Andrea Kumpf
Lehrerin
Große Hasengasse 28/2, Ilsfeld
Jahrgang 1972
 
Michael Maier
Teppichfachberater
Sturmfederstraße 14, Ilsfeld-Schozach
Jahrgang 1970
 
Helene Maile
Hausfrau
Heuchelbergstraße 23, Ilsfeld
Jahrgang 1958
 
Thomas Mistele
Diplomingenieur, gewählter Vorsitzender des KGR
Charlottenstraße 10, Ilsfeld
Jahrgang 1964
 
Fritz Schütz
Diplomingenieur,
Falkenstraße 7, Ilsfeld
Jahrgang 1954
 
Arthur Stäbler
Pfarrer, Vorsitzender des KGR
Charlottenstraße 11, Ilsfeld
Jahrgang 1956
 
Jörg Truckenmüller
Kaufmännischer Angestellter
Robert-Stolz-Straße 27, Ilsfeld-Schozach
Jahrgang 1965
 
Karin Weber
Kirchenpflegerin
Stettenfelser Str. 6, Ilsfeld-Wüstenhausen
Jahrgang 1955
 
Klaus Zuchowski
Kfz-Mechaniker
Liststraße 3, Ilsfeld
Jahrgang 1951
 
 
Die gewählten Mitglieder des Kirchengemeinderats haben sich vor der Wahl im November 2007 in einem Flyer kurz vorgestellt. Die Statements finden Sie unter "Nachrichten und Termine" auf der Unterseite "Kirchenwahlen": http://www.ilsfeld-evangelisch.de/nachrichten-und-termine/kirchenwahlen
 
 
Die oben aufgeführten Personen sind die stimmberechtigten Mitglieder des Kirchengemeinderats. Neben ihnen gehören dem Leitungsgremium unserer Kirchengemeinde folgende Personen mit beratender Stimme an:
 
Willi Pschunder, Umweltbeauftragter der Kirchengemeinde
 
Walter Haug, Sicherheitsbeauftragter der Kirchengemeinde
 
 
"Kirchengemeinderat und Pfarrer leiten gemeinsam die Gemeinde." – so fasst die Kirchengemeindeordnung der Ev. Landeskirche in Württemberg die Aufgabe des Kirchengemeinderats zusammen.
Diese Leitungsaufgabe geschieht in der Verantwortung vor Jesus Christus, dem Herrn der Kirche. Neben Verwaltungsaufgaben (z.B. Bausachen, Finanzen, Personalfragen) überlegt sich der Kirchengemeinderat, wie die Arbeit in der Kirchengemeinde entsprechend dem Evangelium von Jesus Christus und dem Glauben an ihn gestaltet werden kann – in Gottesdiensten, Gruppen und Kreisen, Projekten (wie besonderen Veranstaltungswochen).
Dabei sind die Mitglieder offen für Ideen und Vorschläge der Gemeindemitglieder. – Die Sitzungen des Kirchengemeinderats (mit wenigen Ausnahmen) sind öffentlich.
 

Die Amtsperiode des Kirchengemeinderats beträgt 6 Jahre. Am Sonntag, den 11. November 2007 fanden in unserer Landeskirche Kirchenwahlen statt.
Am 2. Adventssonntag, dem 9. Dezember 2007, wurden die Mitglieder des neuen Gremiums (die Namen siehe oben) im Rahmen des Gottesdienstes in ihr Amt eingeführt.
 

Das Amtsversprechen der Kirchengemeinderäte lautet:
 
‚Im Aufsehen auf Jesus Christus, den alleinigen Herrn der Kirche, bin ich bereit, mein Amt als Kirchengemeinderat zu führen und dabei mitzuhelfen, dass das Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen der Reformation bezeugt ist, aller Welt verkündigt wird. Ich will in meinem Teil dafür Sorge tragen, dass die Kirche in Verkündigung, Lehre und Leben auf den Grund des Evangeliums gebaut wird, und will darauf Acht haben, dass falscher Lehre, der Unordnung und dem Ärgernis in der Kirche gewehrt wird. Ich will meinen Dienst im Gehorsam gegen Jesus Christus nach der Ordnung unserer Landeskirche tun.'